Ebeling setzt den letzten Stich – Viertes Remis in Folge
Es bleibt eine kuriose Rückrunde: Im fünften Pflichtspiel des Jahres bleibt das Oberligateam sieglos, obwohl es seit vier Spielen nicht mehr verloren hat. Vier Unentschieden in Serie, das jüngste davon beim Auswärtsspiel gegen den Lüneburger SK Hansa, sorgen für diese frustrierende Bilanz. Dass es aber überhaupt noch zum Punktgewinn gereicht hat, liegt am späten Ausgleich Fyn Ebelings.
Rasanter Auftakt in Lüneburg
Cheftrainer Andy Steinmann stellt seine Truppe am Samstag vom Start weg auf Angriff ein. Mit Startelfdebütant Arne Ortmann soll es beim LSK Hansa endlich wieder mit dem Siegen klappen. Erste vielversprechende Ansätze aus den ersten Minuten offenbaren unter anderem, dass Standardsituationen dieses Spiel dominieren werden. Das liegt einerseits an den nicht optimalen Bedingungen, andererseits aber vor allem an den ausgesprochenen Stärken beider Mannschaften in dieser Disziplin.
Der erste Jubelschrei stoßen aber die Gastgeber des Lüneburger Sport-Klub Hansa aus, weil ein früher Freistoß aus dem rechten Halbfeld den Kopf von Tomek Pauer findet (8. Minute) – Standard Nr. 1. Fast im Handumdrehen ist das aktuell so beliebte Unentschieden wieder hergestellt, denn Marcos Álvarez bleibt vom Elfmeterpunkt völlig cool (11.). Markus Lührmann holt den Strafstoß raus, weil er beim Nachsetzen für einen zweiten Ball mit Dynamik das Foul erzwingt.
Bis zur Pause sind es einige Ecken, aber auch Chancen aus dem Spiel heraus, durch die sich das Oberligateam eine Führung durchaus verdienen würde. Der Halbzeitstand beträgt jedoch insgesamt gerechterweise 1:1.
Noch viel cooler als Spiderman: Marcos Álvarez vom Punkt.
Schlussakt binnen zweier Minuten
Es bleibt ein offenes Spiel – die jüngste Form des LSK Hansa hatte auch nichts anderes erwarten lassen. Kurz nach der Pause muss Philipp Schmidt angeschlagen vom Platz, für ihn kommt der später noch entscheidende Fyn Ebeling. Auf den Spielbericht kommt ansonsten aber wenig Nennenswertes, denn die richtig zwingenden Gelegenheiten gibt es für keine der beiden Teams. Lediglich Michel Eickschläger, eingewechselt für Maik Emmrich, hat per Lupfer die große Chance auf das 1:2, doch sein Versuch misslingt.
Als es allmählich nach einem verdienten, aber irgendwie merkwürdigen Unentschieden aussieht, scheinen die Gastgeber den Lucky Punch auszupacken: Tjark Dörr schiebt den Ball an Nils Böhmann vorbei ins Lüneburger Glück (90.). Das letzte Wort haben aber die Bersenbrücker, denn Fyn Ebeling schaltet in der Spielertraube bei einer letzten Ecke am schnellsten und drückt den zweiten Ball wuchtig über die Linie – 2:2 (90.+2).
Alles nicht so richtig zufriedenstellend, aber eben auch wieder eine starke Moral zum Schluss. Was das noch wert sein könnte, sehen wir zunächst beim Freitagabend-Flutlicht-Heimspiel gegen Atlas Delmenhorst sowie am Ostermontag beim Niedersachsenpokal-Halbfinale beim SV Wilhelmshaven.
Lüneburger SK Hansa
1. Herren
TuS Bersenbrück
1. Herren / Oberligateam
