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Foto: Lukas Dresmann

1. Herren
Mittwoch, 29.07.2026 13:46 Uhr | Johannes Hedemann

Höhen und Tiefen in der Sommervorbereitung

Nach sechs Wochen Sommervorbereitung und sieben Testspielen liegt der Fokus des Oberligateams voll und ganz auf dem Saisonstart in Oberliga und Niedersachsenpokal. Zeit also für eine kurze Bestandsaufnahme.




Siege wie Niederlagen gegen durchweg hochklassige Gegner

Spielerisch rangieren die Testspielgegner des Oberligateams zwischen der 6. Liga und den höchsten Amateurligen Deutschlands und der Niederlande. Die Oberliga-Absteiger des SV Holthausen Biene bilden das (vergleichsweise hohe) untere Ende des Spielniveaus, das andere Extrem hat der TuS Bersenbrück beim niederländischen Drittligisten HHC Hardenberg erlebt.

Insgesamt 3 Siege, 1 Unentschieden und 3 Niederlagen mussten die Jungs von Neu-Chefcoach Hanjo Vocks hinnehmen. Nach Ligen-Level aufgeschlüsselt bedeutet das: Einen Sieg gegen Sechstligisten, jeweils einen Sieg, ein Unentschieden und eine Niederlage gegen Fünftligisten sowie einen Sieg und zwei Niederlagen gegen Viertligisten (bzw. Drittligisten aus den Niederlanden).




Stärken in der Spielanlage, doch zwischendurch Konzentrationsschwächen

Die ausgeprägte Länge und Intensität dieser Sommervorbereitung hatte einen guten Grund: Erstens muss Hanjo Vocks' Spielidee taktisch eingeübt werden, zweitens müssen die Spieler physisch in der Lage sein, sie umzusetzen, und drittens hat der Kaderumbruch dafür gesorgt, dass sich das so wichtige, blinde Verständnis unter Mitspielern an vielen Stellen erst noch ausbilden muss.

Das spielerische Ergebnis der Vorbereitung lässt sich bereits vor Saisonbeginn durchaus sehen. Auch gegen hochkarätig besetzte Gegner kommt das Oberligateam strukturiert und regelmäßig zu Torchancen und hält das Geschehen (mit Ausnahme des übermächtigen HHC Hardenberg) fast immer mindestens auf Augenhöhe. Dabei kassieren die Bersenbrücker Jungs auffällig häufig statistisch unwahrscheinliche Gegentore, seien es perfekt getroffene Sonntagsschüsse oder abgefälschte Freistöße. Das sorgt zuweilen dafür, dass die 1:2-Niederlagen gegen Atlas Delmenhorst und Preußen Münster II anders erscheinen, als es zwei vermeintlich "gerechtere" Unentschieden getan hätten.

Zur Wahrheit gehört aber auch, dass die Gegentore der Sommervorbereitung nicht immer durch höhere Gewalt oder hohe Gegnerqualität zustande kamen: Einige Male leistet sich das Oberligateam unnötige Momente, an denen die Konzentration fast völlig nachlässt. So fallen z.B. der 1:1-Ausgleich gegen Preußen Münster II, das späte 2:2 von RW Maaslingen, die 1:0-Führung von Atlas Delmenhorst und das zwischenzeitliche 3:0 für den HHC Hardenberg. In der vergangenen Saison waren es ähnliche Fehler, welche die zurecht für zu hoch befundene Gegentorquote verursacht haben. Den finalen Beweis, dieses Problem gelöst zu haben, konnte die Mannschaft im Vorlauf zur neuen Saison noch nicht abliefern.




Optimistischer Blick auf das Personal

Dass die allgemeine Lage dennoch ausdrücklich positiv zu bewerten ist, äußerst sich auch daran, dass die zahlreichen Kaderveränderungen zu fruchten scheinen und die Mannschaft auf individueller Ebene merklich vorankommt. Die "jungen Wilden", wie sie von Geschäftsführer Thorsten Marunde-Wehmann verpflichtet wurden, konnten ihr Oberliga-Niveau in erfreulichem Maße nachweisen; außerdem haben bereits etablierte Kadermitglieder eine starke Frühform an den Tag gelegt.

Maik Emmrich, zum Beispiel, traf in den Testspielen gleich vier Mal und bediente zuletzt auch als Assistgeber seinen Sturmkollegen Michel Eickschläger beim Ehrentreffer gegen den HHC Hardenberg. Markus Lührmann scort wie gewohnt stark und Neuzugang Lejs Bukvic entscheidete das Auftakt-Testspiel beim OSC Bremerhaven mit einem Doppelpack allein.

Des weiteren bleibt die mittlerweile bekannte Geschichte des Maximilian Lepper eine weitere positive Erscheinung der Vorbereitung. Einzig die unglückliche Schulterverletzung von Sechser-Sofortverstärkung Sven Lameyer und der angeschlagene Zustand von Simon James trüben die Vorfreude auf den Saisonstart etwas.

Insgesamt kommt der Pflichtspielauftakt im Niedersachsenpokal-Achtelfinale gegen den SSV Vorsfelde ( Tickets für das Heimspiel jetzt verfügbar) genau zum richtigen Zeitpunkt. Auch wenn der Entwicklungsprozess natürlich noch nicht abgeschlossen ist, ist die Truppe von Hanjo Vocks bereit für den Wettkampf ums Weiterkommen im Pokal und um Punkte in der Oberliga Niedersachsen.

Am Samstag, den 1. August, ist es um 18:00 Uhr endlich soweit und der Ball rollt wieder im Hasestadion im Culimeta-Sportpark.

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