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1. Herren
Dienstag, 10.03.2026 18:21 Uhr | Johannes Hedemann

Zu wenig Ertrag trotz spätem Ausgleich in Wolfsburg

Kurz vor Schluss brandet noch einmal großer Jubel auf, als Michel Eickschläger mit einem sehenswerten Kopfball den Ausgleich gegen Lupo Martini Wolfsburg erzielt. Übrig bleibt dennoch der Eindruck, dass das Auswärts-Unentschieden zu wenig ist für die gesteckten Ambitionen.




Doppel-Nackenschlag auf kleinem Kunstrasenplatz

Nach zwei frühen Führungen in den vergangenen Heimspielen startet der Gastauftritt bei Lupo Martini Wolfsburg für das Oberligateam denkbar schlecht: In der 17. Minute befindet sich die Mannschaft von Cheftrainer Andy Steinmann im Vorwärtsgang, wird aber von zwei schnellen Pässen im Gegenangriff so überrumpelt, dass der Lupo-Stürmer frei vor Nils Böhmann im Tor auftauchen und das 1:0 erzielen kann. Das kurze Längenmaß des Wolfsburger Kunstrasenplatzes macht diesen Konter möglich, zu Ungunsten der Bersenbrücker.

Es vergehen nur fünf Minuten, bis Nils Böhmann ein zweites Mal hinter sich greifen muss. Dieses Mal ist es eine Ballbesitzphase von Lupo Martini, bei der dem TuS Bersenbrück zu wenig Zugriff gelingt, sodass ein freier Abschluss von der Strafraumkante zum 2:0 führt (22. Minute). Mit dem doppelten Rückstand im Nacken scheint der Weg zurück ins Spiel lang, obwohl Saikouba Manneh bereits kurz nach Anpfiff der Partie das 1:0 auf dem Kopf hatte. Den ersten Schritt zum Comeback geht aber Lupo selbst, denn nach einem mit Gelb geahndeten Foul gegen Hakim Traoré lässt sich ein Wolfsburger Angreifer auf ein Nebengefecht ein, aufgrund dessen der Schiedsrichter Marian Hantke kurzerhand auf Gelb-Rot entscheidet (39.).




Spiel auf ein Tor und Türöffner nach Standard

Wenig überraschend kennt das Spiel nach Wiederanpfiff größtenteils nur eine Richtung. Der wichtige Anschlusstreffer fällt aber eher kurios: Von rechts segelt ein langer Einwurf von Fyn Ebeling tief in den Strafraum, wo Nicolas Eiter die Hereingabe verlängert. Der nächste in der Kette ist Connor Rohra, dessen Kopfball aufs Tor von Philipp Schmidt zweckentfremdet wird. Dieser macht aus dem Ball nämlich eine Vorlage für seinen eigenen Kopfball–und der landet zum 2:1-Anschluss im Netz (69.)

Trotz aller Bemühungen scheint es lange so, als bleibe es bei der schmerzhaften Niederlage. Bereits in der Nachspielzeit setzt das Oberligateam dann aber doch den wichtigen wie verdienten Nadelstich. Über Marcos Álvarez und Connor Rohra landet das Spielgerät bei Hakim Traoré, der sich an der rechten Außenlinie in guter Position befindet. Seine Flanke kommt mit ordentlich Dampf in den Strafraum geflogen, wo sich Michel Eickschläger geschickt freigelaufen hat und frei zum Kopfball aus knapp 12 Metern kommt. Eigentlich ist Michel für seine Fähigkeiten mit den Füßen bekannt, doch der Flügelspieler platziert seinen Abschluss perfekt neben den kurzen Pfosten, sodass sich der Lupo-Torhüter vergeblich streckt (92.).

Der zweifelsfrei positive Schlussakkord des Auswärtsspiels in Wolfsburg darf durchaus als solcher gewertet werden, und dennoch bleibt eine nicht unerhebliche Enttäuschung über die vergebenen Punkte-Chancen der vergangenen Wochen zurück. Mit der Rückkehr auf Naturrasen, angefangen beim Flutlicht-Derby am Freitag gegen den SC Spelle-Venhaus im Hasestadion im Culimeta-Sportpark, soll nun die Formkurve wieder nach oben zeigen.




LIVE | Lupo Martini – TuS Bersenbrück | 25/26

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