Was steht gegen Atlas eigentlich noch auf dem Spiel?
Es ist einfach ein komisches Jahr bisher. Das Oberligateam kam so gar nicht aus den Startlöchern wie erhofft. Zwar bleibt das Team wirklich schwer zu schlagen, doch reicht es seit nunmehr fünf Spielen nicht für einen Sieg. Die logische Konsequenz müsste also sein, dass die Spitzengruppe nun in weite Ferne gerückt ist. Und doch verrät ein Blick auf die Tabelle, dass der Spitzenreiter SV Atlas Delmenhort, zufällig der anstehende Gegner, "nur" sechs Punkte entfernt ist. Über die Vorzeichen des nächsten Flutlicht-Highlights im Hasestadion im Culimeta-Sportpark.
Der Vorbericht für das Heimspiel gegen den SV Atlas Delmenhorst wird freundlich präsentiert von unserem Exklusivpartner Pure Cleaning !
Fokus auf die Liga, den Pokal, oder beides?
Um sich voll und ganz dem Pessimismus hinzugeben, könnte man sich fast wünschen, dass die Konkurrenten um die Oberliga-Spitze bereits uneinholbar enteilt wären. Dann ließe sich die Ausrichtung für die restliche Saison klar festlegen: Alles darauf setzen, den Krombacher Niedersachsenpokal zu gewinnen und nach 1990 und 2023 zum dritten Mal in den DFB-Pokal einzuziehen.
Selbstredend, dieses Ziel besteht ohnehin. Und dennoch gehört zur Wahrheit–auch wenn man es nicht so recht glauben mag–dass der Abstand auf Atlas Delmenhorst als Tabellenführer auf drei Punkte schmelzen würde, wenn das Oberligateam das direkte Duell beim Flutlicht-Heimspiel am Freitag gewinnt. Hinzu kommt, dass ein Heimsieg gegen Atlas Delmenhorst sicherlich neue Kräfte freisetzen würde, die der Mission Finaleinzug am Ostermontag zugutekämen.
Warum also nicht noch ein letztes Mal den eigenen Hut in den Aufstiegs-Ring werfen? Die Neue Osnabrücker Zeitung schreibt seinerseits von der "letzten Chance gegen den Spitzenreiter". Egal, ob man dieser Perspektive zustimmt, oder den Blick bereits auf das Halbfinale in Wilhelmshaven richten möchte, auf eine Schlussfolgerung lässt sich einigen: Das direkte Duell gegen die aktuell stärkste Mannschaft der Oberliga Niedersachsen ist der einzig richtige Gradmesser für sowohl den Aufstiegskampf als auch den Niedersachsenpokal.
Atlas erst wechselhaft, dann bärenstark
Unser jüngstes Unentschieden beim Lüneburger SK Hansa hätte Atlas Delmenhorst gerne geholt. Der SVA verlor sein Heimspiel gegen den LSK Hansa zuletzt nach früher Führung mit 1:3. Gegen den MTV Wolfenbüttel gelang im Gleichschritt mit dem TuS Bersenbrück ebenfalls nur ein Unentschieden, ein 3:3 dank zweier später Tore. Gegen den SC Spelle-Venhaus holte Atlas in einem knappen 2:1-Auswärtssieg alle drei Punkte.
Am letzten Freitag gelang Delmenhorst dann aber der Befreiungsschlag: Beim BSV Rehden dominierte Atlas über die gesamte Spieldauer und gewann deutlich mit 5:0. Wie läuft also das Duell mit dem TuS Bersenbrück? Dafür gibt es in dieser Saison noch keine Erfahrungswerte, weil das geplante Hinspiel in Delmenhorst mehrmals verschoben wurde und erst nach dem "Rück"spiel stattfinden wird.
Fest steht allerdings, dass Flutlicht-Heimspiele im Hasestadion im Culimeta-Sportpark vor allem gegen Gegner wie Atlas Delmenhorst immer einen Besuch wert sind. Die gesonderten Sicherheitshinweise gelten, für einen stimmungsvollen Abend ist also gesorgt. Die Sitzplatztribüne ist wie gewohnt geöffnet, einzig zu Einschränkungen beim Parken kann es kommen, da der Vorplatz des Culimeta-Sportparks für Zuschauer-Pkw abgesperrt ist. Eine frühzeitige Anreise vor Anpfiff um 20:00 Uhr bietet sich daher an.
