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1. Herren
Dienstag, 15.09.2026 16:00 Uhr | Johannes Hedemann

Nach dem Turnaround zur Revanche gegen Lüneburg?

Die beiden Pokalfinalisten der letzten Saison tun sich in der neuen Spielzeit schwer. Nach kombinierten zehn Spielen steht ein einziger Sieg auf der Bilanz, der TuS-Erfolg ist gerade einmal wenige Tage alt. Klar ist: Die Sieger am Mittwochabend springen ins Mittelfeld der Oberliga.




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Haben die Bersenbrücker Jungs ihren Torriecher wiedergefunden?

Am Sonntagnachmittag durften sich auf Seiten des TuS Bersenbrück gleich fünf Spieler in die Torschützenliste der Oberliga Niedersachsen eintragen. Zu Maik Emmrich, dem bisher treffsichersten Akteur, gesellen sich Sven Lameyer, Nicolas Eiter, Markus Lührmann und Michel Eickschläger. Genau diese Durchschlagskraft, diese Fähigkeit, in jedem Spiel mindestens zwei Tore erzielen zu können, war lange Jahre das Ass im Ärmel der Bersenbrücker. Die zentrale Frage für das anstehende Flutlicht-Heimspiel am Mittwochabend stellt sich also von selbst: Kann das Oberligateam wieder auf seine Torgefahr vertrauen?

Wenn ja, dann dürfte klar sein, wie der TuS Bersenbrück nach einem bitteren Saisonstart in das Liga-Geschehen eingreifen kann. Ein zweiter Baustein wird allerdings elementar sein, denn sein Fehlen war bisher quasi gleichbedeutend mit krachenden Niederlagen: Während die Mannschaft von Cheftrainer Hanjo Vocks gegen Vorsfelde, Rehden und Wilhelmshaven noch mit körperlicher Präsenz und Zweikampfhärte punkten konnten, ließ die Truppe große Teile dieser Griffigkeit gegen Heeslingen und Braunschweig vermissen. Das Resultat sind 1:8 Tore und zwei Niederlagen im Vergleich zu nur 2 Gegentoren zuvor.

Gegen Meppen haben wir gerade im Mittelfeld immer wieder ein Bein dazwischen bekommen und viele Bälle gewonnen. Diese 50/50-Duelle gingen an uns, weil wir deutlich griffiger waren. Das war der Grundstein. Gegen Lüneburg müssen wir genau da weitermachen, um eine reelle Chance auf den Heimsieg zu haben.
Thorsten Marunde-Wehmann, Geschäftsführer des TuS Bersenbrück



Lüneburg noch etwas im DFB-Pokal-Blues

Nachdem der Lüneburger SK Hansa gegen den TuS Bersenbrück eine famose Aufholjagd zeigte und im Elfmeterschießen den Krombacher Niedersachsenpokal 2025/2026 gewann, war die Vorfreude auf den DFB-Pokal bereits riesig. Noch viel höher kochten die Emotionen dann hoch, als den Lüneburgern der SV Werder Bremen in der ersten Hauptrunde zugelost wurde. Im Ausweichstadion, dem Hamburger Millerntor (die Heimat des FC St. Pauli), erlebte der LSK Hansa einen unvergesslichen Pokaltag, zwar ohne eigenem Tor, aber mit einer aufopferungsvollen Leistung.

Zurück im Oberliga-Alltag stockt der Motor allerdings noch etwas, eine klare Parallele zum TuS Bersenbrück. Eine Auftaktniederlage gegen die U23 von Eintracht Braunschweig, drei Mal 2:2 in Folge gegen Meppen II, Egestorf-Langreder und Spelle-Venhaus, zuletzt dann ein 1:2 gegen Vorwärts Nordhorn. Einzig im Niedersachsenpokal gelang ein Sieg nach Elfmeterschießen im Achtelfinale gegen den SC Hemmingen-Westerfeld. So langsam sollten die Lüneburger also einen Sieg einfahren, um nicht früh in der Saison in einen Negativstrudel zu geraten.

Genau diesem will der TuS Bersenbrück endlich entfliehen. Nach dem fulminanten wie etwas zu hoch ausgefallenem 5:0-Auswärtssieg beim SV Meppen II kann das Oberligateam einen großen Schritt Richtung Tabellenmittelfeld und zurück in die ruhige Entwicklungsarbeit machen. Die fünf Torschützen dürften Blut geleckt haben, ebenso der dreifache Vorbereiter Omar Ceesay und alle die, die noch auf ihren ersten Scorerpunkt warten.

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