Der BSB-Zug rollt auch durch Wolfsburg
Trotz schwierigem Untergrund wächst das Punktekonto des Oberligateams am Sonntagnachmittag um drei Zähler. Beim Auswärtssieg gegen den SSV Vorsfelde trifft Markus Lührmann wieder mehrfach. Auf der anderen Seite der Medaille stehen jedoch zwei verletzungsbedingte Auswechslungen.
Hausherren nehmen sich viel vor, TuS eiskalt
Den – zumindest nach den ersten zehn Spieltagen der Saison – abstiegsgefährdeten Aufsteigern des SSV Vorsfelde ist vom Anpfiff weg anzumerken, dass sie nach dem zweiten Saisonsieg lechzen. Diesem Vorhaben hat Cheftrainer Hanjo Vocks eine leicht veränderte Startaufstellung entgegenzusetzen: Omar Ceesay, der seine Rotsperre abgesessen hat, kehrt für Maximilian Lepper in die Startelf zurück, außerdem kommt Eduard Cotor anstelle von Mikael Rodriguez zu seinem Startelfdebüt in der Oberliga Niedersachsen.
Der SSV Vorsfelde versucht, sich bei regnerischem Wetter und schwierigen Bedingungen mit Ballbesitz Torchancen zu erarbeiten. Max Milde im Bersenbrücker Tor hat daher vor allem in der ersten Halbzeit einige Male zu tun, um den Rückstand zu verhindern. Exemplarisch für das fehlende Matchglück der Wolfsburger steht ein Lattentreffer nach einem ansonsten perfekten Schlenzer von außerhalb des Strafraums.
Am anderen Ende des Spielfeldes vertrauen die Bersenbrücker Jungs wie zuletzt auf ihre brandgefährlichen Umschaltsituationen. Mehrmals tragen Simon James und Omar Ceesay den Ball viele Meter über den Rasen und in gefährliche Räume, der von Markus Lührmann und Michel Eickschläger belaufen wird. Kaum verwunderlich also, dass Markus in der 24. Minute rechtslastig in den Strafraum geschickt wird. Der aktuell in Topform befindliche Stürmer entscheidet sich für den genau richtigen Abschluss und trifft in die linke untere Ecke zur Führung.
Doch damit nicht genug: Omar Ceesay dribbelt kurz der Pause unwiderstehlich an der linken Grundlinie und wird regelwidrig zu Fall gebracht, bevor er den Ball querlegen kann. Den fälligen Strafstoß verwandelt Markus Lührmann, natürlich (42. Minute). Zwar benötigt der Topscorer dabei etwas Glück, doch an diesem Nachmittag scheint die Fortune ohnehin nach Bersenbrück verteilt worden zu sein.
Seriöses Verwalten mit Schönheitsfehler
Der Wehmutstropfen der ersten Halbzeit geschieht zwischen den beiden Bersenbrücker Toren, als Simon James verletzungsbedingt für Maik Emmrich vom Platz geht. Jener Joker tritt allerdings nach einer knappen Viertelstunde in der zweiten Halbzeit in Erscheinung, als er gemeinsam mit Mathis Wellmann den Schlüsselmoment der restlichen Partie herbeiführt: Als Vorsfelde im Zuge einer Umschaltsituation eigentlich nach vorne prescht, gewinnen Jeremiah Winter und Mathis Wellmann auf Höhe der Mittellinie gemeinsam den Ball. Mathis treibt den Ball bis vor den Strafraum, wo der Mittelfeldstratege auf Maik Emmrich ablegt. Dieser sieht die Chance für einen Doppelpass und steckt direkt wieder auf Mathis Wellmann durch, der dank ein paar langer Schritte zuerst an den Ball kommt und mit der Pike abschließt. Sein Schuss geht tatsächlich am SSV-Keeper vorbei und landet zum 3:0 im Tor (61.).
In einem ansonsten nicht allzu ereignisreichen zweiten Durchgang muss der Assistgeber selbst leider wieder angeschlagen vom Platz und wird durch Elia Zucht ersetzt. Die Flut an TuS-Toren versiegt mit dem dritten Treffer, stattdessen ahndet der Unparteiische Christopher Blank in der Schlussphase ein Halten im Strafraum von Jeremiah Winter. Jerry sieht gelb, Max Milde muss im Bersenbrücker Tor hinter sich greifen (87.).
Das große Aufbäumen geschieht allerdings nicht mehr, sodass die Bersenbrücker Jungs einen verdienten, wenn auch schmucklosen Auswärtssieg einfahren. Als nächstes kehrt der TuS Bersenbrück in das Hasestadion im Culimeta-Sportpark zurück: Am Freitag trifft das Oberligateam um 19:30 Uhr auf den FC Verden 04.
Vorsfelde
1. Herren
TuS Bersenbrück
1. Herren / Oberligateam
