"Großen Personalproblemen getrotzt" – TuS überrollt Nordhorn
Bei bestem Fritz-Walter-Wetter offenbaren die Bersenbrücker Jungs eine immense Spielfreude, der die Aufsteiger des SV Vorwärts Nordhorn zumindest in diesem Duell nicht gewachsen sind. Inklusive zweier Foulelfmeter trifft Markus Lührmann wieder dreifach, der nicht aufzuhaltende Michel Eickschläger schnürt seinerseits einen Doppelpack.
An guten Tagen nur schwer aufzuhalten
Cheftrainer Hanjo Vocks muss im Flutlicht-Heimspiel gegen den SV Vorwärts Nordhorn weiter auf einige Akteure verzichten. Da sich Kapitän Nicolas Eiter im Niedersachsenpokal-Viertelfinale einen Bänderriss zuzog, steht unter anderem Mikael Rodriguez erstmals in der Startelf des TuS Bersenbrück. Max Milde kehrt zurück in das Bersenbrücker Tor, um seinen Kasten gegen die Nordhorner sauber zu halten.
Zu Beginn sehen die 418 Zuschauer im Hasestadion im Culimeta-Sportpark allerdings eher mäßig viel Spielkultur. Es regnet in Strömen und die beiden Teams auf Mittelfeldrängen der Oberliga Niedersachsen tun sich circa 20 Minuten lang schwer mit den Bedingungen. Dann aber übernehmen die Bersenbrücker Jungs allmählich das Geschehen. Nach einigen Annäherungen wird Michel Eickschläger etwas ungestüm im Strafraum gefoult – den fälligen Elfmeter versenkt Markus Lührmann mit ordentlich Zug im rechten Eck (27. Minute).
Damit scheint der Bann gebrochen: Michel Eickschläger hat Blut geleckt, nachdem er im Pokalspiel noch gerade so am Torerfolg gehindert wurde, und schaltet gegen Ende der Halbzeit zwei Gänge hoch. Maximilian Lepper setzt sich über links durch und flankt in den Sechzehner, wo der Ball nur unzureichend in Michels Füße geklärt wird. Der Flügelspieler schlägt einen Haken und schickt drei Verteidiger in die falsche Richtung, wodurch der Weg für seinen Abschluss in die kurze Ecke frei wird (31.). Seinen dritten Scorerpunkt der ersten 45 Minuten sammelt Michel, als er am Ende eines herausragenden langen Balls von Sven Lameyer steht. Zuvor hatte sich Simon James stark im Dribbling durchgesetzt und Sven in Szene gesetzt. Michel umkurvt den Torhüter und verwandelt sicher zum 3:0 (45.).
Die Jungs haben heute eine rundum gute Leistung gezeigt. Wir haben großen Personalproblemen getrotzt, mussten sieben, acht Spieler ersetzen. In solchen Momenten zeigt sich, wie gut und breit unser Kader besetzt ist.
Aus dem Verwaltermodus zur Entscheidung
Nach den Seitenwechsel nimmt der TuS Bersenbrück den Fuß etwas vom Gas. Die in dieser Saison stabilen Gäste aus Nordhorn kommen dadurch etwas besser ins Spiel, doch Max Milde behält die weiße Weste im Regen an der Hase. Im Gegenteil: Ein weiteres Mal fällt der Elfmeterpfiff für das Oberligateam, ein weiteres Mal verwandelt Markus Lührmann sicher (64.).
Für den wiedergenesenen Rückhalt und seinen Mittelstürmer in Topform kommt es in der Schlussphase sogar noch besser. Bei einem weiten Abschlag von Max Milde stiehlt sich Markus Lührmann davon und beweist das richtige Näschen, weil der Ball bis durch die letzte Kette hindurchrutscht. Ein frecher Lupfer über den Keeper verschafft Markus freie Bahn, ein Kopfball aus etwa einem Meter drückt den Ball dann letztlich zum 5:0, dem Endstand, Markus' Hattrick und Max' Torvorlage über die Linie.
Damit hat der TuS Bersenbrück nun fünf der letzten sechs Pflichtspiele gewonnen, Stück für Stück festigt sich das Team von Cheftrainer Hanjo Vocks also. Für die nächsten angepeilten drei Punkte reisen die Bersenbrücker Jungs am kommenden Sonntag zum SSV Vorsfelde nach Wolfsburg.
TuS Bersenbrück
1. Herren / Oberligateam
SV Vorwärts Nordhorn
1. Herren

