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1. Herren
Freitag, 18.09.2026 13:36 Uhr | Johannes Hedemann

Heimsieg gegen Lüneburg – Oberligateam kriegt die Kurve

Sie können wieder lachen, die Bersenbrücker Jungs. Nach dem fulminanten 5:0 beim Nachwuchs des SV Meppen gelingt dem Team von Cheftrainer Hanjo Vocks endlich auch der erste Heimsieg beim 2:1 gegen den Lüneburger SK Hansa. Nächstes Ziel: Die perfekte englische Woche spielen und auch am Sonntag gewinnen.




Die Sterne bleiben am Himmel

Am Mittwochabend sehen die Zuschauer im Hasestadion im Culimeta-Sportpark eine wie erwartet kampfbetonte Partie zwischen dem TuS Bersenbrück und dem Lüneburger SK Hansa. Im Gegensatz zum Auswärtssieg in Meppen wechselt Cheftrainer Hanjo Vocks zwei Startelfpositionen: Moritz Waldow steht im Mittelfeld für Simon James auf dem Platz, Michel Eickschläger startet auf dem Flügel für Maximilian Lepper.

Die letztjährigen Pokalfinal-Gegner aus Lüneburg, ihrerseits ebenfalls mit einer bisher enttäuschenden Saison, tun sich schwer, mit dem Ball etwas Konstruktives anzufangen. Das geht dem Bersenbrücker Oberligateam insgesamt aber ähnlich, sodass das Spiel viel im Mittelfeld stattfindet und wenige echte Angriffe gelingen.

Eines der wenigen Highlights des ersten Durchgangs liefert Omar Ceesay, der im Vorlauf des Heimspiels sein erstes Vertragsspieler-Arbeitspapier unterschrieben hat und damit als erster Nachwuchsspieler der JSG Rot-Weiß Nord den Sprung in die Oberliga Niedersachsen schafft. Der 18-jährige Gambier nimmt mit seiner ganz eigenen Art des Dribblings Anlauf über links und wieselt sich an gleich mehreren Lüneburgern vorbei bis an die Grundlinie. Auch den herauseilenden Torwart umkurvt Omar, doch gelingt es ihm nicht, den Ball vor dem Aus abzugeben. Fazit: Vor der Pause spielt keine der beiden Mannschaften die Sterne vom Himmel.




Endlich reichen auch Halbchancen für Tore

Nach dem Seitenwechsel bricht der TuS Bersenbrück dann aber doch in Jubel aus. Jeremiah Winter gewinnt den Ball dank eines starken Gegenpressing-Moments zentral vor dem Sechzehner und gibt den Ball nach rechts weiter auf Michel Eickschläger. Zwischen dem Rechtsfuß und dem hinteren Pfosten liegen zwar über 20 Meter, doch Michel lässt den Ball an sich vorbeirollen und entscheidet sich für einen direkten Abschluss auf jenes lange Eck. Weil er den Ball perfekt trifft, bekommt die Kugel genau die Geschwindigkeit und Flugbahn, die eine Parade unmöglich machen. In der linken Netz-Tasche schlägt der Ball also zum 1:0 ein (52. Minute). Interessant: Genau diese Art Chance wollte in den ersten drei Oberliga-Spielen einfach nicht im Tor landen. Das Momentum hat sich aber allem Anschein nach gedreht und die Stürmer des TuS Bersenbrück strahlen wieder ihre gewohnte Torgefahr aus.

In den folgenden 10-15 Minuten hat das Oberligateam Blut geleckt und drückt auf das 2:0. Maik Emmrich, Omar Ceesay und Michel Eickschläger kreieren immer wieder aussichtsreiche Situationen und gefährliche Abschlüsse. Weil aus dieser ersten Druckphase aber kein weiteres Tor entsteht, kommt der LSK Hansa langsam wieder ins Spiel und zwingt TuS-Keeper Max Milde zu einer Glanzparade, als dieser einen gefährlichen Kopfball famos entschärfen kann. Gerade droht das Spiel wieder zu versacken, als Lüneburg-Mittelfeldspieler Stefan Wolk durch einen schlechten Kontakt dem Ball hinterhergrätschen muss, dabei aber Moritz Waldow am Knöchel erwischt (80.). Die daraus resultierende rote Karte ist eine harte Entscheidung, das ändert an der Bersenbrücker Überzahl aber nichts.

Wir waren heute die weitestgehend dominante Mannschaft, auch wenn es am Ende natürlich nochmal eng wird, weil Lüneburg alles nach vorne wirft. Offensiv hat noch zu häufig der letzte Pass gefehlt, aber ich optimistisch, dass wir auch das noch verbessern werden.
Hanjo Vocks, Cheftrainer des TuS Bersenbrück

Wenig später scheint die weiter spannende Partie dann entschieden: Ein TuS-Angriff versandet zunächst im Abseits, doch Sven Lameyer bleibt hellwach und presst die unkonzentrierte LSK-Defensive. Der Ball springt dem Lüneburger Verteidiger etwas zu weit weg und schon ist Sven zur Stelle, um die Kugel in das leere Tor zu passen – 2:0 (88.). Die Partie scheint endgültig entschieden, auch wenn ein Lapsus vom sonst heute so souveränen Justus Warnking zum 2:1 führt (90.). Ein weiteres Aufbäumen des LSK bleibt aber aus und damit bleibt es beim Heimsieg für den TuS Bersenbrück.

Mit den jüngsten 6 Punkten schieben sich die Bersenbrücker Jungs auf den 9. Platz und damit an die Spitze der B-Gruppe der Oberliga Niedersachsen. Das derzeit günstige Momentum will die Truppe von Hanjo Vocks unbedingt konservieren und weitere Siege einfahren. Die Chance auf die perfekte englische Woche besteht am Sonntag beim Auswärtsspiel gegen den SC Hemmingen-Westerfeld. Um 15:00 Uhr geht es in Hannover los, LIVE auf Youtube.




TuS Bersenbrück

1. Herren / Oberligateam

2:1

Lüneburger SK Hansa

1. Herren

90'
Tor
Tor
88'
Tor
Tor
80'
Rote Karte Stefan Wolk
Rote Karte
71'
Gelbe Karte Bo Weishaupt
Gelbe Karte
66'
Gelbe Karte Michel Eickschläger
Gelbe Karte
52'
Tor
Tor
35'
Gelbe Karte Leon Perera
Gelbe Karte
28'
Gelbe Karte Moritz Waldow
Gelbe Karte
20'
Gelbe Karte Tom Joshua Muhlack
Gelbe Karte
Zuschauer
207
Aufstellung
TUS: Milde, Winter, Waldow, Emmrich, Warnking, Eiter, Siemer, Ceesay, Eickschläger, Lameyer, Wellmann
LSK: Exner, Muhlack, Tappe, Hübner, Wolk, Borges, Perera, Beer, Meyer, Scheuer, Thinius